|
Dieser hinduistische Tempelkomplex
befindet sich 6 km von Yogyakarta Richtung Solo und ist in einer halben
Stunde mit dem Auto zu erreichen. Es gibt organisierte Touren, die
auch eine abendliche Aufführung des Ramajana Epos vor der gewaltigen
Kulisse des erleuchteten Prambanan inkludieren. Das lohnt sich.
Der Prambanan wurde im 10. Jhd. von den hinduistischen Herrschern Zentraljavas
gebaut. Er wurde im 16. Jhd. durch Erdbeben zerstört und wird
seit 1937 wieder Stück für Stück aufgebaut.
Etwa zwei Kilometer südlich des Prambanans kann man von einem
Hügel aus sehen, wie sich die gewaltigen Türme aus der diesigen
Ebene erheben. Dazu fährt man zum Kraton von Ratu Boko, auch eine
antike Sehenswürdigkeit.
Der mittlere grösste Tempel des Prambanan ist Shiva gewidmet.
Von allen vier Seiten kann man hinaufsteigen und endet in jeweils einer
Kammer. Sie enthalten Darstellungen von Shiva, seiner Frau Durga, Shiva
als Lehrer und sein elephantenköpfiger Sohn Ganesha. An den Wänden
der Tempel sind Szenen aus dem Ramayana Epos dargestellt. Die Reliefs
sind zum Teil exzellent erhalten und ein Besuch sollte auf jeden Fall
eingeplant werden. Tipp: Morgens um sechs ist es noch sehr ruhig und
das Licht der aufgehenden Sonne gibt einen fantastisch warmen Farbton.
Neben den Haupttempeln befinden sich noch 80 weitere Tempelruinen und
auch vorsortierte Steinhaufen. Dort wird noch gearbeitet, so dass man
später wieder kommen kann. Es wird dann mehr zu sehen geben.
Nördlich des Prambanan am Horizont liegt der Vulkan Merapi, aus
dem fast immer Rauch aufsteigt. Bei gutem Wetter ist er morgens klar
zu erkennen. |