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In der Umgebung gibt es zwei sozusagen
5-Sterne Sehenswürdigkeiten, die Tempelanlage Prambanan (Hindu) sowie den Tempel Borobodur
(buddhistisch). Allein seinetwegen lohnt sich bereits eine Reise nach
Java! Der Borobodur sowie Angkor Wat und die Tempel von Bagan
/ Birma sind die spektakulärsten
Attraktionen ganz
Südostasiens, was antike Monumente angeht.
Yogya ist ein kulturelles Zentrum Javas. Malerei, Batik,
Musik, klassisches Puppenspiel, Schattenspiel und Tanz werden hier
an der Universität gelehrt. Es gibt hier so viele alte Tempel,
kulturelle Darbietungen, Batikfabriken und touristisch interessante
Läden wie sonst kaum auf Java. Ständig gibt es irgendwo Aufführungen,
die im Tourist Office erfragt werden können.
Einmalig ist eine Aufführung
des Ramajana Balletts abends vor der Kulisse des riesigen Prambanantempels. Die Freilichtbühne erlaubt aufgrund ihrer Grösse
dramaturgische Möglichkeiten, die den üblichen Bühnen
verwehrt sind. So ist der Kampf von Hanumans Affenarmee mit den Fischen
auf der zwanzig Meter breiten Bühne sehr lebhaft von ungefähr
fünfzig Kindern dargestellt oder aber lichterloh brennende Hüttendächer
im Bühnenhintergrund. Oder der spektakuläre Einzug einer
Armee aus dem seitlichen Rang.
Wer das alles liebt und sich nicht
an den vielen Besuchern und Menschen auf den Strassen stört, für
den ist Yogya genau das richtige.
Kraton: Yogya ist ein Königreich in einer Republik, das einzige
Sultanat (Königreich) in der Republik Indonesien. Wieso das? 1946
im Unabhängigkeitskampf gegen die Holländer kämpfte
der damalige Sultan von Yogyakarta entschieden, energisch und mit Erfolg
gegen die Holländer. Anders der Sultan von Solo, der sich auf
die holländische Seite schlug. Nach dem Ende verlor der von Solo
jegliche politische Macht, aber das Sultanat von Yogya steht auch heute
noch in höchstem Ansehen. Der Kraton ist der Palast, in dem 2000
Angestellte und 1500 Soldaten tätig sind. Übrigens wird gemacht,
was der Sultan anordnet. Beispielsweise kam es in der Spezialprovinz
Yogya (Daerah Istimewa Yogyakarta) während der politischen Unruhen
der späten 90-er Jahre zu keinen Ausschreitungen. Der Sultan wollte
das eben nicht.
Wasserschloss Taman Sari: Ist weitgehend eine Ruine, aber es gibt viele Batikläden.
Vogelmarkt: In schmalen Gängen hängen an Stangen Käfige
mit tropischen Vögeln. Es gibt auch Katzen, Meerschweinchen, Enten
oder Hasen. Eben was so in der Küche gebraucht wird.

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Interessiert an Malerei (Öl
auf Leinwand)? Dann sollte man die Galerie von Affandi nicht
vergessen. Er benutzte für seine abstrakt verfremdeten Portraits
und Landschaftsbilder meist Spachtel und Tube. Es gibt noch einige
junge Maler, die in Yogya arbeiten und oft einen ordentlichen Bestand
an Werken in ihrem Atelier haben. Das lohnt sich in jedem Fall. Allerdings
ist die Haupttechnik in Yogya Batikmalerei, was sich in vielen pünktchenartigen
Bildern auf Stoff äussert. Nicht jedermanns Sache. |