|
Yogya
von morgens bis nachts: ein Tages- und ein Nachtspaziergang (aus 2001 und 2003)
Morgens um sechs Uhr auf der Jalan
Malioboro: So früh kann man noch erahnen, warum dies eine der
interessantesten Strassen in Indonesien ist. Auf antik getrimmte Strassenlaternen, weisse und rote Bordsteine aus Terrakotta. Die Arkaden, die
tagsüber mit Verkaufsständen verstopft sind, sind noch frei
einsehbar, vor allem aber die noch kühle und frische Luft! Zuerst
geht es in die Jl. Wigilan östlich des Alun Alun Lor, um bei Dju
Minten Gudeg zum Frühstück zu essen, das beste in ganz Yogyakarta
und das typischste Gericht vor Ort. Dabei kann man den Trubel der Kunden
beobachten, die für ihre Herrschaften das Frühstück
einkaufen. Danach schlendern wir über den Alun Alun, der Platz
nördlich des Palastes und werfen einen Blick auf denselben. An
der westlichen Ecke unter einem Baum noch schnell die Haare schneiden
lassen von den freundlichsten Vampirzähnen Yogyas. Und weiter
nach Norden an der BNI Bank und der Post vorbei, den besterhaltensten
Gebäuden im Kolonialstil. Müde Füsse? Dann nehmen Sie
einen Pferdewagen (Dokar), aber das Handeln nicht vergessen. Oder soll
es eine beeindruckende Tätowierung sein, einen Maiskolben als
Snack zwischendurch? Das alles finden Sie in der Jalan Malioboro, der
grossen Nord-Süd-Achse mit Arkaden für Fussgänger.
.......................Zum Vergrössern
Fotos anklicken |
|
|
|
Plötzlich lande ich genau in
der Situation, die ich partout vermeiden wollte. Eine Demonstration
von ca. 10.000 Schülern, die nach mehr islamischem Religionsunterricht
schreien. Aber die Kids sind harmlos. Weniger vertrauenerweckend waren
einige Gestalten in Kampfanzug und mit vermummten Gesichtern. Immerhin
um die Ecke, in Solo ist ein Zentrum fundamentalistischer islamischer
Schulen. Das bin-Laden T-Shirt eines Teenies, der in einem kleinen
Warung (Restaurant) serviert, liess meine Laune nicht steigen. Da gefielen
mir entsprechende T-Shirts balinesischer
Männer doch besser. Weiter geht es über den Markt (in einem
leidlich warmen Gebäude an der Malioboro) wo man alle Souveniers
kaufen kann und Menschen, hier Markfrauen beobachten kann. |
|
|
|
Man sieht sehr viele Gesichter,
schöne, typische, stolze, kaputte, auffällige, unauffällige.
Und natürlich die verschiedenen Arten, sich zu kleiden. Meistens
wollen die Menschen gerne fotografiert werden, es ist aber kein Fehler,
vorher zu fragen und mit ihnen ein bischen Spass zu machen.Hier sieht
man auch, wie sich die Mädchen kleiden. Von ganz modern über
halb und halb bis hin zu klassisch islamisch. |
|
|
|
Tagsüber ist es dann die Frage,
ob die Lunge die verpestete Luft länger erträgt oder die
Ohren die Parade der hupenden und knatternden Mopedheere. Wie übrigens
überall in asiatischen Städten. Tipp: Wenn Sie spazieren
gehen wollen, tun Sie es nachts. Und hier geht es zum Nachtspaziergang. |
|
|