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Im September 2006 kurz vor neun Uhr morgens am Strand von Seminyak fand eine umfangreiche Zeremonie statt. Der Priester thronte auf einem Podest, zur linken flankiert von den Zelebritäten, vermutlich Angehörigen der hohen Kasten. Die Opfergaben waren schon bereit gestellt, während die Teilnehmer auf der rechten Seite des Priesters spielten, assen, ein Schwätzchen hielten oder einfach im Schatten eine Zigarette rauchten. Es folge eine kurze Phase des Gebets, dann aber schnell unter die Zeitung flüchten, denn die Sonne sticht ja schon so unangenehm! Schliesslich wurden die Opfergaben, darunter auch Geldscheine, ziemlich weit ins Meer getragen und in die Brandung geworfen. Auf der Stelle waren "arme" Jungen da, die im Wasser die Geldscheine einsammelten. Sie gehörten nicht zu der Gruppe, was schon am Fehlen der festlichen Kleidung zu erkennen war. Sie tauchten auch erst auf, als es zum Waser hinging. Das Aufsammeln ist aber auch kein Problem, denn nachdem alles ins Wasser geworfen wurde, ist der Zweck, das Opfer ja bereits erfüllt. Schliesslich werden am Ende die Reste der Aufbauten, darunter der schöne Turm, verbrannt. Und es ist noch nicht einmal 10.00 Uhr. Was und wem geopfert wurde? Ich weiss es nicht, da ich nicht gefragt habe.
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