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Um halb
sechs mussten wir in Rio schon aufstehen, um nach Manaus zu fliegen. In Brasilien
will man irgendwo hin fliegen, muss aber auf dem Weg dorthin mindestens einmal
irgendwo zwischenlanden, manchmal bis zu vier mal. Wahrscheinlich gibt es noch
grausamere Flüge. Warum das? Ist doch klar. Das Land ist riesig und Flüge
müssen dort eingesetzt werden wie bei uns der Zug. Der hält ja auch
zwischendurch. Nach Manaus dauerte der Flug einen halben Tag. Immerhin ist
Manaus 3000 km von Rio de Janeiro entfernt.
Auf einem
anderen Flug passierte folgendes. Die Boeing war beladen und rollte gerade
rückwärts weg von ihrer Standposition. Da fing eine Frau an zu schreien,
später sprang sie aus ihrem Sitz auf und konnte durch ihre Begleiter nicht
mehr gehalten werden. Sie wollte ans Fenster, vielleicht hat sie geglaubt,
dass es da hinaus geht. Geht es aber nicht, das Flugzeug wurde nach einigem
hin und her wieder zurückgerollt und sie konnte aussteigen. 
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Möglicherweise
war die Frau geschockt, dass sie im Notfall keine Schwimmweste bekommt, sondern
mit ihrem Sitz vorlieb nehmen muss. Tatsächlich erhalten die Passagiere
der Economy keine Schwimmwesten sondern sollen sich den Sitz vor die Brust
halten. So die Sicherheitskarte. Wir haben uns schlapp gelacht. Echt VARIG |