Brasilien April 2001

Taenze

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Salvador ist das Zentrum der brasilianischen Kultur afrikanischen Ursprungs. Die Sklaven haben aus Yoruba und Angola ihr Essen, die Trommelei, den Tanz und die Magie oder ihre Religion mitgebracht. Wir haben zwar eine touristische Show gesehen mit allen Einwänden, die man hier anführen kann. Aber es gilt festzuhalten, dass die Show tänzerisch und artistisch äusserst professionell war und mit schönen Kostümen dargeboten wurde.
Sie bot eine abwechslungsreiche Präsentation von Tänzen und Kampftechniken.
Hier die Abfolge:
a) Musik: 1 männl. Stimme, mehrere andere auch weibliche je nachdem. - 3 Trommeln und Kongas
b) Vier Tänzer in Röcken, zwei davon von Männern dargestellt. Die Tänzer beziehen sich aufeinander, eine kommunikativ komplexe Choreografie kann beobachtet werden, Magie wird vermutet, Details sind nicht bekannt.
c) eine andere Figur im Rock mit einem silbernen Stab, der drei Kronen übereinander angeordnet hat, kommt hinzu
d) ein Feuertänzer, auch Feuerschlucker, der am Ende enorm schnell zwei Schalen mit glühender Kohle herumwirbelt. Man freut sich hernach, dass es doch niemanden im Publikum getroffen hat.
e) Männer mit Hüten, weissen Hosen ohne Gürtel und freiem Oberkörper tanzen im Kreis herum um ein Fischernetz, das sie in der Mitte gespannt haben.

Hinter jedem Bild ist eine ganze Serie über diesen Tanz gespeichert. Auf die Bilder klicken


Candombe


Tanz der Fischer


Capoeira

f) eine sehr hübsche Tänzerin ebenfalls mit freiem Oberkörper. Fast alle (ausländischen) Zuschauer gucken cool, also scheinbar teilnahmslos, ohne den Anblick der knackigen Tänzer sichtbar zu geniessen. Schliesslich sitzen ihre Frauen neben ihnen und die Männer wollen keinen Ärger riskieren.
g) Capoeira. Ursprünglich eine Kampftechnik der Sklaven gegen ihre Herren. Capoeira war verboten, sogar noch bis in die 30-er Jahre des vorigen Jahrhunderts.

Danach wurde es als Tanz ritualisiert. Heute wird der Kampf, das Spiel und der Tanz miteinander kombiniert. Die Bewegungen sind flüssig und kreisförmig, die Kämpfer verhalten sich spielerisch und respektvoll. Der artistische Höhepunkt war dann der kreisend getanzte gegenseitige Angriff zweier Tänzer mit den Füssen gegen den Kopf des anderen. Das ganze rasend schnell. Der Abstand der am gegnerischen Kopf vorbeifliegenden Füsse war noch kleiner als eine Handbreit. Nicht schlecht!!
Wie man anhand meiner Fotos erkennen kann, wurde diese Show nicht nur von Profis, sondern von absolut perfekten austrainierten Schönheiten gezeigt.

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