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Die Korallenbleiche ist eine weltweite Erscheinung. Das Ökosystem vieler bekannter Riffe wurde 1998 und erneut 2002 durch erhöhte Wassertemperaturen schwer getroffen, die durch das Wetterphänomen "El Nino" ausgelöst wurden. Andere sehen hier den Einfluss der globalen Erwärmung.
Korallen benötigen eine Wassertemperatur von 25 - 30 Grad Celsius, wird es wärmer als 30 Grad, so sterben die auf den Korallen lebenden Algen, die Zooxanthellen. Diese braucht die Koralle aber weil sie dadurch mit Kohlehydraten versorgt wird. Die Zooxanthellen sind empfindlich gegenüber UV-Licht und Wärme. Die Umweltverschmutzung zusammen mit der erhöhten Meerestemperatur trägt zum Absterben der Zooxanthellen bei. Es bleibt von den Korallen nur noch das kalkweisse Skelett übrig, weshalb man auch von der Korallenbleiche spricht.
Im Gefolge verschwinden die bunten Fische, und Algen versetzen den Korallen den letzten Rest. Die im wesentlichen verbleibenden Fische sind solche, die sich von den nun zahlreich vorhandenen Algen ernähren (Drückerfische).
Übrig bleiben wüstenartige Geröllhaufen aus abgestorbenen Korallen, deprimierende Mondlandschaften, auf denen wiederum die Neuansiedlung von Korallen äusserst schwer ist.
Für Schnorchler sind diese Gebiete damit absolut uninteressant geworden.

Wird sich dieser Zustand wieder verbessern?

Das ist die grosse Frage. Bitte verfolgen Sie hier die aktuelle Diskussion, zur Anregung sind ein paar links aufgeführt.

Australian Institute of Marine Science

ISRS- Internat. Society for Reef Studies

NOAA Reports worldwide

In Nordwestbali, vor dem Dorf Pemuteran gibt es ein Projekt, Korallen wieder auf durch Strom erregten Drahtgeflechten anzusiedeln. Dadurch soll sich ein neues Riff fünf mal schneller entwickeln. Hier ein link dazu mit einem Video, dass über den aktuellen Stand des Projekts informiert.