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Die Tempel von Angkor Wat

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Die Tempel von Angkor Wat sind ganz zweifellos ein Weltwunder, spektakulär, grandios, einmalig, wie die Pyramiden. Hunderte verschiedener hinduistischer, auch buddhistischer Tempel, grossartige Anlagen, insgesamt Kilometer an Flachreliefs, Tausende von Skulpturen und eine grossartige Architektur. Das allein ist eine Reise nach Südostasien wert. Entstanden ist das ganze von 800 bis 1200 unserer Zeitrechnung.

Was die Highlights von Angkor Wat sind? Drei Attraktionen wetteifern in der Gunst der Besucher um den vordersten Platz: der Bayon, Angkor Wat und eben Ta Prohm. Mein Tipp: 2 Tage sollte man sich mindestens nehmen, frühmorgens beginnen, mittags eine dreistündige Siesta, am besten am Swimmingpool des Hotels und dann noch einmal bis Sonnenuntergang eine Besichtigung einlegen. Der Pass für zwei oder drei Tage kostet 40 US$

Auf die Bilder klicken, dahinter gibt es teilweise noch ganze Galerien von Bildern


Morgens habe ich bei dem Bayon angefangen. Dieser Tempel als Teil der antiken Stadt Angkor Thom ist vor allem berühmt durch die 200 erhaben und geheimnisvoll lächelnden Gesichter, die riesengross sind, oft auf allen vier Seiten eines Turms angebracht sind. Das Südtor von Angkor Thom wird durch eine Brücke erreicht, die links und rechts durch eine Galerie von Skulpturen eingefasst ist.
Der Bayon ist ein Teil der ehemaligen Stadt Angkor Thom, die noch eine Vielzahl weiterer Tempel bietet. Hin und wieder sind die Tempel auch von Bäumen bewachsen, das gibt phantastische Fotomotive.


Angkor Wat ist das größte und beeindruckendste Bauwerk von Angkor. Ein 190 Meter breiter Wassergraben umschliesst Angkor Wat, ein gigantisches Rechteck mit einer Kantenlänge von 1500 mal 1300 Meter Länge. Die Galerien der Außenseite des Tempels zeigen ein 800 Meter langes Flachrelief, das verschiedene Schlachten und Episoden aus dem Ramayana Epos schildert. Buchstäblich überall, auf jeder Ebene, in jeder Galerie sind Flachreliefs, Ornamente, Blumensteinschnitzereien zu bewundern, also auf jeden Fall sollte man viel Zeit mitbringen (und Trinkwasser!). Auch weil das Hinaufsteigen auf die nächst höhere Ebene arg schweißtreibend ist. Einer japanischen Touristin wurde auf der 15. von 31 supersteilen hohen Stufen arg schwindlig und mit der Hilfe ihrer Landsleute musste sie herabgeleitet werden, denn sie traute sich weder vorwärts noch rückwärts. Immer wieder sieht man junge buddhistische Mönche, die wohl ihre dreimonatige Ausbildung im Kloster durchmachen, auf Besichtigungstour, auch mit Kameras und, nicht vergessen, mit Handys! Die Mönche sind auch nicht mehr das, was sie mal waren, von wegen nur betteln und fromm dreinschauen.



Abends ist dann der Berg Phnom Bakheng angesagt auf den jeder Besucher hetzt, denn ein Sonnenuntergang mit Blick einerseits auf Angkor Wat umgeben von Wald und auf der anderen Seite mit dem See Tonle Sap im Hintergrund ist ein Motiv von Postkartenqualität. Den Berg hinauf ist es ein sehr steiler Anstieg, kann aber aufs angenehmste auf dem Rücken eines Elefanten bewältigt werden. Angesichts der phantastischen Umgebung, der ganzen Atmosphäre und Stimmung ist das ein unvergessliches Erlebnis. Trotz der 15 US$ sehr empfehlenswert. Mangels Sonne ein paar Bilder der (diesmal erfolglos wartenden Menschen).


Banteay Srei, das Juwel der Juwelen, ist ein kleiner Tempel, circa 20 Kilometer vom Bayon entfernt. Architektonisch ist er etwas unauffälliger, auch 200 Jahre älter als Angkor Wat, hat aber außerordentlich gut erhaltene, klare Basreliefs und filigrane Reliefarbeiten, wunderschöne Miniaturen. Für gute Fotos wird auf jeden Fall ein Teleobjektiv und Stativ gebraucht, um die Miniaturen heranzuholen.


Ta Prohm soll man sich auch noch ansehen? Auf jeden Fall ein Muss für alle Fans des Films Tomb Raider. Hier turnte Angelina Jolie als Lara Croft so sexy in vom Dschungel überwucherten antiken Ruinen. Das genau ist Ta Prohm. Der Reiz ist eben, dass nichts verändert wurde und dieser Tempel deshalb den Eindruck widergibt, den die Entdecker gehabt haben mögen. Er zeigt wie enorm fruchtbar die Natur ist und wie der Dschungel sich alles wieder holt. Phantastisch von enormen Baumwurzeln überwucherte Ruinen, Durchgänge im Würgegriff der Natur. Wann wird wohl alles zerbröselt sein? Soll man die Tempel nicht doch lieber retten? Das ist hier die schwer zu entscheidende Frage. Es gibt viele Höfe, schmale Korridore, manche unpassierbar wegen heruntergefallener Steine oder aber Bäumen, die alles zugewuchert haben.


Preah Khan ist eindeutig in besserem Zustand als Ta Prohm, aber zum Teil auch von Bäumen überwuchert. Viele interessante Durchbrüche, eine zweistöckige kleine Säulenhalle, die es sonst nirgends gibt, ist hier sehenswert.


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