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Von Siem Reap nach Sihanoukville
an die Küste fliegt man über Battambang nach Phnom Penh,
dann geht es mit dem Auto weiter nach Sihanoukville. Mein Flugzeug
war eine 20 Jahre alte Antonow 24, noch geflogen von einer Dreierbesatzung.
Ich wollte mir während des Stopps in Battambang das Cockpit ansehen,
während andere Passagiere 30 Meter neben dem Flugzeug ihre Zigarette
rauchten und diejenigen aus Battambang zustiegen. Der Pilot lud mich
gleich ein, hinter ihm Platz zu nehmen und bald darauf gings zum Start.
Alle drei waren Russen aus Usbekistan, die einen Vertrag für ein
halbes Jahr bei President Airlines hatten. So durfte ich den Flug nach
Phnom Penh im Cockpit mit erleben.
Nur kyrillische Schrift auf den
Instrumenten, eine Gewimmel verwirrender Schalter, runder
Anzeigeinstrumente, frei hängender Kabel, Hebel, Räder zum
Drehen. Oben, unten, links und rechts, überall. Das Cockpit machte
insgesamt noch einen sehr mechanischen Eindruck auf mich, irgendwie
wie in alten Kriegsfilmen. Aber die Crew war Klasse, der Flug sauber,
ruhig, ohne viel Worte machten die Drei einen äusserst eingespielten
Eindruck. Die Technik, obwohl nicht modern, schien dennoch ziemlich
robust. Plötzlich flogen wir nur noch in Wolken, etwa 6000 Fuss
hoch, nichts war mehr zu sehen. Der Pilot zog eine Gummiröhre
von dem Armaturenbrett vor die Augen, es war ein 18 cm breiter Guckkanal,
der sich als das Radar entpuppte. Weiter unten war ein kleiner Monitor
mit dem Vermerk "GPS", also auch Satellitennavigation, mithin
doch moderne Sicherheitstechnik.
Fazit: Keine Sorge, President Airlines ist pünktlich, familiär,
sicher und empfehlenswert. Sie bietet darüber hinaus die Chance,
einen Flug aus der Pilotenperspektive zu erleben. Vielleicht klappt
das aber auch nur, wenn man Geburtstag hat, so wie ich an diesem Tage.
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