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Kambodschaindex
Der Vietnamkrieg endete mit der Machtergreifung
der Roten
Khmer,
die unter ihrem Führer Pol Pot von 1975 an das wohl brutalste, blutigste
und menschenverachtendste Terrorregime des späten 20. Jahrhunderts
errichteten. Sie ermordeten mit ihrem Wahn vom kommunistischen Bauernstaat
zwei bis drei Millionen ihrer Landsleute (siehe die Seite "Killing
Fields"). Unmittelbar nach ihrem Sieg 1975 trieben sie die gesamte
Bevölkerung der Großstädte aufs Land, das betraf sogar
die bettlägerigen Kranken aus den Hospitälern sowie alle
Kinder und Alten. Nach dem Ende ihrer Herrschaft gab es zum Beispiel
nur noch 3.000 Lehrer im gesamten Lande, die medizinische Versorgung
war gleich Null, die Intelligenz, soweit man ihrer habhaft werden konnte,
totgeschlagen. Die Roten Khmer griffen 1979 Vietnam an, um ihr Gebiet
im Mekongdelta auszuweiten und töteten dabei ein paar Hundert
Vietnamesen. Das war nicht sehr schlau, denn daraufhin marschierte
die vietnamesische Armee ein und warf die Pol Pot Regierung innerhalb
von zwei Wochen aus dem Amt. mehr zur Geschichte
...
Zu Geschichte dieses Genozids
kann man das S-21 Gefängnis in Phnom Pen und die "Killing
Fields" in der Nähe von Phnom Penh besichtigen.
Tuol
Sleng Museum: Das frühere S -21 Gefängnis der Khmer Rouge
war eine ihrer geheimsten Einrichtungen. Auf dem Gelände einer
normalen Schule, wurde dieses Gefängnis eingerichtet. Über
10.000 Menschen wurden dort eingekerkert, gefoltert und getötet,
Kinder nicht mitgerechnet. Nach der Einlieferung wurden sie fotografiert,
dann in Einzel- oder Gruppenzellen angekettet. Später wurden viele
in das Vernichtungslager von Choeung Ek (siehe unten) gebracht. Schliesslich
als die "Revolution" immer wahnsinniger wurde, begann sie,
ihre
eigenen Kinder zu fressen, Generationen von Folterern töteten
diejenigen, die vor ihnen hier arbeiteten. Anfang 1977 hatte S-21 etwa
100 Opfer pro Tag zu verzeichnen. 2 Gemälde zur Folter und Unterbringung
Als die vietnamesische Armee Phnom Penh 1979 befreite, fanden sie ganze
sieben Überlebende in S-21. Vierzehn weitere wurden vorher noch
schnell bestialisch totgeschlagen und zurück gelassen, ihre Fotos
sind ausgestellt. Dieser Ort vermittelt einen Einblick in die teuflischsten
Abgründe der menschlichen Seele. Man sollte es sich vorher überlegen,
ob man sich den Besuch zumuten will. |
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Killing
Fields: Zwischen 1975 und 1978 wurden in Choeung Ek, der Ort liegt 20 km vor Phnom Phen,
17.000 Menschen erschlagen oder sonstwie zu Tode gebracht und in insgesamt
129 Massengräbern verscharrt. Die sterblichen Überreste von
9000 Opfern wurden 1980 exhumiert. Viele Gräber aber sind bis
heute unberührt. Die Knochen wurden in einer Gedenkstupa aufgeschichtet.
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