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Schon am frühen Nachmittag reisen die Gäste
an auf dem üblichen überfüllten Minibus. Ich zählte 35 Menschen
darin oder darauf. Andere Transportmittel sind Ochsen- und -seltener- Pferdekarren.
Männer bereiten in Erdöfen das Essen für bestimmt 150 Menschen zu. Sie
kauen gerne Betelnuss, wie man siehht, ein Eldorado für Zahntechniker.................................................................Zum Vergrössern Fotos anklicken |
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Der Festplatz ist mittlerweile aufgebaut, eine Kapelle
spielt, genauer, sie gongt und trommelt elektronisch ohrenbetäubend verstärkte
Musik, während etwa 300 Meter entfernt davon die Prozession sich langsam in Bewegung
setzt. Es darf immer nur so lange gegangen werden, wie der Klang des Gongs zu hören
ist, den der erste Mann schlägt. Danach wird innegehalten. Also immer ungefähr
20 Meter und Halt.
Wie die Menschen sich verändert haben! Meistens haben sie graue, braune oder dunkle
Jacken und Longyis (Wickelrock) an, jedenfalls sehr unauffällige Kleidung. Jetzt
haben sie sich aber wirklich in Schale geworfen. Schliesslich ist heute der grosse
jährliche Feiertag des Ortes, der Tag, an dem sich Jungen und Mädchen in
die Augen schauen können. So werden die zukünftigen Verbindungen angebahnt,
also es gilt, Eindruck zu machen! Der gesamte Strass muss raus! Aber auch die Kinder
sind hübsch angezogen und trotten in der Reihe hinterher. Dann kommen die Kinder,
die für die Zeremonie ausgewählt sind, die Buben auf dem Pferd und die Mädels
im Ochsenkarren. Gekleidet sind sie wie kleine Prinzen und Prinzessinenen. Nach und
nach erreicht die "Schlange" den Festpavillion, wo gespeist wird während
die Musik spielt. Ich habe das Ende nicht mehr miterlebt, jedenfalls gehen die kleinen
Prinzen und Prinzessinnen danach erst mal in das Kloster, oft kehren sie nach drei
bis vier Tagen wieder heim. Die Mönche haben während dieser Zeit, Gelegenheit,
sich zu überlegen, wen sie länger im Kloster haben wollen. In dem Fall sind
die Eltern mächtig stolz. Es bleibt anzumerken, dass Mönche jederzeit das
Klosterleben wieder zugunsten des weltlichen Lebens ausserhalb des Klosters aufgeben
können ohne schief angesehen zu werden...
...und Oma zieht sich eine mächtige Zigarre rein. |