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Ich habe ein weiteres Dorf besucht, deutlich ärmer,
dafür reich an Kindern.
Es war am 4. Januar, Nationalfeiertag in Myanmar. Die Schule ist geschlossen, was sollen
die Kids nur machen, nichts ist los im Dorf, zu Hause muss man der Mutter immer helfen,
die Bonbons sind auch schon aufgegessen aber es gibt ja noch die neue Strasse. Also
gehen wir doch dorthin und gucken die Autos und fremden Menschen mit ihren langen Nasen
an.
Wir verlangsamten die Fahrt angesichts des idyllischen Fleckens und schon hetzte eine
Horde Kinder hinter uns her und kam hechelnd wie kleine Hunde bei uns zum Stehen. Natürlich
gab es Bonbons, die wir vorher gekauft hatten. Süsse kleine Rotznasen hatten endlich
mal eine Abwechslung. Ob sie glücklich sind? Das ist von aussen schwer zu sagen,
jedenfalls machten sie einen entsprechenden Eindruck. Nicht vergessen: Die Kinder,
die wir gesehen haben, sind immer mit ihren Freunden zusammen, die gleiche Schule,
das ganze Dorf ist ein riesiger Spielplatz, die Arbeit leicht (kleinere Geschwister
hüten, sowie Ziegen oder Schweine treiben). So spazierten wir durch das gesamte
Dorf, immer die Kinder im Schlepptau. Zum Schluss war das Ziel erreicht, der Bonbonbeutel
komplett leer, der Bildspeicher voll, sowie die Kinder zufrieden. |