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Lontha, ein kleines Fischerdorf, liegt am südlichen
Ende des Strandes von Ngapali. Von der Strasse nach rechts durch einen Palmenhain führt
ein Sandweg zum Strand, der hier den Hafen bildet. Der Hafen ist auch per Strandspaziergang
erreichbar. Ein Teil des Fangs wird unter die Besatzungsmitglieder aufgeteilt, schätzungsweise ein knappes Kilo je Mitglied, nicht gerade üppig. Der eigentliche Fang aber ist weit grösser, vielleicht ein bis drei Zentner je Boot. Er besteht zu über 95% aus Anchovis, der zu Trockenfisch verarbeitet wird, der Rest ist Tintenfisch, Barracuda, Silver Pomfret und die Indo-pazifische Makrele. Inzwischen haben Ochsenkarren schon Berge von Stroh
herangeschafft, das am Strand ausgebreitet wird. Darauf werden mit Luftlöchern
versehene Plastikbahnen gelegt. Einige Hundert Menschen insgesamt sind jetzt hier beschäftigt.
Die ankommenden Körbe mit Anchovis werden gezählt, bewertet und alles wird
genau aufgeschrieben. Danach kommen die Frauen zum Einsatz. Sie sind dafür zuständig,
dass die Anchovis zum Trocknen ausgebreitet werden. Die grösseren anderen Fische
werden umgehend vermarktet. Gegen zehn Uhr morgens kehrt dann langsam Ruhe ein und
still stinkt der trocknende Fisch vor sich hin. Zeit zum Gehen. |
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