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Lange Zeit im Wechsel mit dem benachbarten Amarapura
war Mandalay Hauptstadt von Birma bis der König von den Briten 1865 nach Indien
expediert wurde, wo er später verstarb. Aus dieser Zeit datiert die zerbrechlich
wirkende U Bein Brücke, die, aus Teakholz erbaut, noch heute über den Taungthaman
See geht.
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Besuch in einem
Kloster
Was machen eigentlich die Mönche, wenn sie nicht auf den Strassen betteln? Arbeiten
sie, brauen sie Bier wie bei uns oder machen Käse? Um das herauszufinden, sollte
man ein Kloster besuchen. Ja, das geht, Buddhisten (im noch relativ wenig besuchten
Myanmar) sind in dieser Hinsicht überhaupt nicht scheu, auch nicht wenn sie fotografiert
werden. Ich besuchte das 1914 gegründete Kloster
Mahagandayon, in dem 1500 junge Mönche
erzogen werden. Vormittags gegen elf kann man sie beim Mittagessen beobachten, übrigens
die letzte Mahlzeit jedes Tages. Die Mönche dürfen dabei nicht reden, so
dass eine ungewöhnliche Ruhe herrscht, nur unterbrochen vom leisen Surren und
Klicken der Touristenkameras.
Das Essen der Mönche wird immer
gespendet, meistens gehen sie durch die Orte und sammeln es ein in Keramiktöpfen,
die sie vor dem Körper tragen. Bei so grossen Klöstern wie diesem aber beehrt
sich die wohlhabendere Bevölkerung, das Essen zu spenden. Diesmal hatte das Essen
ein Jadehändler aus Mandalay gespendet, was auf einem grossen Plakat mit Dankesworten
vermerkt war unter dem dann die Familie ein Erinnerungsfoto machen durfte. Es war ein
gutes Essen und bestand aus einem Currygericht, einem Gemüsegericht, der beliebten
Fischpaste und Bananen nebst grossen Mengen von gedämpftem Reis. Nahrhaft, vitaminreich
und schmackhaft. Nicht vergessen, Buddha hat ausdrücklich den asketischen Weg
verworfen. Das gesamte Essen soll cirka 600 Euro gekostet haben, viel Geld.
Das Essen muss schnell gehen, nur 20
Minuten Zeit sind erlaubt, dann wäscht jeder sein Geschirr ab, viele duschen und
es wird ausgeruht, bevor wieder gelernt wird. Ich ging an der Unterkunft entlang, so
weltabgewandt sind sie auch wieder nicht, einer rauchte (verboten), andere hörten
Musik von einem Kassettenrecorder (verboten), wiederum andere scharten sich um einen
"Gameboy" (elektronisches Kinderspielzeug der 90-er Jahre), auch verboten.
Eben Kinder, auch wenn sie mal Mönch werden sollen. |
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Bagayakloster:
verfügt über ein Museum, in dem 500 Buddhastatuen aus ganz Myanmar untergebracht
sind um sie vor Diebstahl zu schützen, die meisten sehr antik.
Shwenandaw Kyaung Kloster, oder auch Kloster Goldener Palast genannt, ist komplett
aus Holz, wunderschöne alte Schnitzereien. Früher war es auch mal als Königspalast
in Gebrauch.
Kuthodaw Pagode, enthält das grösste Buch der Welt, 729 Marmorsteine,
ähnlich gross wie Grabsteine, auch so aufgestellt, ein jedes in einem extra Häuschen.
Sowohl auf der Vorder- als auch der Rückseite sind Texte eingemeisselt. Dieses
"Buch" enthält die gesamten klassischen Texte des Buddhismus.
Sehr berühmt in Myanmar und ein Top-Ziel der Pilger ist die Mahamuni Pagode
in der die Mahamuni-Statue durch das viele Blattgold, welches Pilger aufgebracht haben,
schon recht angeschwollen wirkt, aber noch gut zu erkennen ist. Wenn man früh
morgens kommt, kann man erleben, wie dem Mahamuni das Gesicht gewaschen wird und die
Zähne geputzt werden.
Der Bau aus den 90-er Jahren des 19. Jhd. enthält einige interessante Einflüsse
westlicher Architektur wie zum Beispiel die Rundbögen, die sich in der burmesischen
Klassik nicht finden.Sie möchten einen Marmorbuddha
kaufen? Da sind sie in Myanmar richtig.
Eine ganze Strasse wird nur von Steinmetzen und Geschäften belebt, die Statuen
herstellen bzw. verkaufen. Es gibt auch handlichere als die dargestellten Objekte. |