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Buddhistische Initiationsfeier

Zu diesem Festtag werden 6-10-jährige Kinder wie Prinzen und Prinzessinen gekleidet und dem Kloster übergeben. Wir waren auf diesem Fest den ganzen Tage über in einem Dorf.

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Der Festplatz ist mittlerweile aufgebaut, eine Kapelle spielt, genauer, sie gongt und trommelt elektronisch ohrenbetäubend verstärkte Musik, während etwa 300 Meter entfernt davon die Prozession sich langsam in Bewegung setzt. Es darf immer nur so lange gegangen werden, wie der Klang des Gongs zu hören ist, den der erste Mann schlägt. Danach wird innegehalten. Also immer ungefähr 20 Meter und Halt.
Wie die Menschen sich verändert haben! Meistens haben sie graue, braune oder dunkle Jacken und Longyis (Wickelrock) an, jedenfalls sehr unauffällige Kleidung. Jetzt haben sie sich aber wirklich in Schale geworfen. Schliesslich ist heute der grosse jährliche Feiertag des Ortes, der Tag, an dem sich Jungen und Mädchen in die Augen schauen können. So werden die zukünftigen Verbindungen angebahnt, also es gilt, Eindruck zu machen! Der gesamte Strass muss raus! Aber auch die Kinder sind hübsch angezogen und trotten in der Reihe hinterher. Dann kommen die Kinder, die für die Zeremonie ausgewählt sind, die Buben auf dem Pferd und die Mädels im Ochsenkarren. Gekleidet sind sie wie kleine Prinzen und Prinzessinenen. Nach und nach erreicht die "Schlange" den Festpavillion, wo gespeist wird während die Musik spielt. Ich habe das Ende nicht mehr miterlebt, jedenfalls gehen die kleinen Prinzen und Prinzessinnen danach erst mal in das Kloster, oft kehren sie nach drei bis vier Tagen wieder heim. Die Mönche haben während dieser Zeit, Gelegenheit, sich zu überlegen, wen sie länger im Kloster haben wollen. In dem Fall sind die Eltern mächtig stolz. Es bleibt anzumerken, dass Mönche jederzeit das Klosterleben wieder zugunsten des weltlichen Lebens ausserhalb des Klosters aufgeben können ohne schief angesehen zu werden...
...und Oma zieht sich eine mächtige Zigarre rein.