Vietnam Index.

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..... Ho Chi Minh City (Saigon) ....

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Ankunft: 30. April 2000: Siegestag!

Die ganze Stadt hat geflaggt, fast jedes Haus hat die Nationalflagge hängen, riesige rote Spruchbänder über den Strassen, auch mal Hammer und Sichel. Heute feiert Vietnam Siegestag, vor 25 Jahren haben sie den amerikanischen Krieg gewonnen.
Gegen sechs Uhr früh, als wir im Hotel ankamen, waren die Feierlichkeiten schon in vollem Gange, die Paraden waren denn auch schon um neun wieder beendet, was bei der aufkommenden Tageshitze verständlich ist. Erst paradierten bunte kleine Autos, danach Marschkolonnen von Militär. Es folgten Sportgruppen, Tanzgruppen, eine Aerobicgruppe mit
hämmernden Discorythmen, das war nicht schlecht. Auch die greisen Männer auf der Tribüne schauten interessiert, ein riesiger chinesischer Drachen, etwa 50 Meter lang, durfte nicht fehlen.
Auf dem Rückweg zum Hotel sahen wir noch verschiedene Feste, ein Platzkonzert mit Dicke - Backen- Musik. Wir erkannten keine einzige Melodie.
Es stimmt, Saigon ist heiss, hat enormen Verkehr, man muss als Fussgänger sehr aufpassen, aber gilt das Aufpassen nicht auch für Paris, Rom oder Frankfurt?
In der Rucksackgegend gibt es natürlich alles, preiswerte Touren, Essen und Internetcafés. Danach liefen wir zum Kunstmuseum, im Grunde eine grosse Galerie, die Exponate sind denn auch praktischerweise mit Preisen ausgezeichnet. Vorherrschend ist vietnamesiche Malerei der letzten 40 Jahre zu sehen, Onkel Ho gleich am Eingang, auch im Dschungelkampf entstandene Malerei. Lohnt sich auf jeden Fall.
Am späteren Nachmittag, es war bedeckt und daher angenehm schattig, spazierten wir am Saigonfluss entlang und entspannten unsere Augen mit Szenen auf und am Fluss. Auf dem Weg dahin passiert man viele Restaurants, Boutiquen, Einkaufszentren. Eigentlich wollten wir unser Dinner in Verbindung mit einer Kreuzfahrt auf dem Fluss einnehmen. Aber sie machen schon am Nachmittag mordslaute Musik und es sah alles etwas gewollt aufgedonnert aus. Da haben wir es lieber gelassen und sind wieder vor das Opernhausauf die grosse Stadtfête gegangen. Hunderttausende von Saigonern sind auf den Strassen, Lichtspiele, Theatervorführung im Freien, mit Konfetti bin ich auch überschüttet worden, das ist doch mal was, eine Langnase zuzuschütten.

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Wiedervereinigungspalast, ein protziger Bau im Stil der 60-er Jahre, ebenso hässlich wie entsprechende SED-Gebäude in Ostberlin. Immerhin sahen wir den Raum, in dem die Republik Südvietnam ihr Leben aushauchte, wo also die Kapitulation stattfand. Man sah auch wo der Präsident gewohnt hat und tief im Keller die Bunker, von denen aus der Krieg geführt wurde, Landkarten, Statistiken, jede Menge altertümliches Radio- und Funkgerät. Das obere Bild zeigt den Zaum darum herum, der am 30. April 1975 von einem Panzer niedergewalzt wurde.

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